Physiotherapeuten, die sich auf Nacken spezialisiert haben, machen drei Dinge gleichzeitig in einer Sitzung. So läuft es ab:
1. Nacken-Streckung im richtigen Winkel – Dein Kopf wird sanft nach oben gezogen, weg von den Schultern. Dadurch entsteht Platz zwischen den Wirbeln und der eingeklemmte Nerv bekommt Luft
.
2. Wärme während der Streckung – Die Wärme lockert die tiefen Muskeln, während dein Nacken gedehnt wird. Das vergessen die meisten bei Übungen zuhause. Du brauchst beides zusammen. Wenn die Muskeln kalt sind, spannen sie sich gegen die Dehnung. Und wenn die Muskeln nicht locker sind, schnellt alles sofort wieder in die alte Position zurück.
3. Vibration auf die tiefen Muskeln – Das funktioniert am besten, wenn das Gewebe warm ist und die Wirbel auseinandergezogen sind. So werden die kleinen, tiefen Muskeln am Schädel und am Nacken gelockert. Mit normaler Massage oder Dehnen kommst du da nicht ran.
Alle 3 zusammen in 15 bis 20 Minuten – genau das bringt den dauerhaften Erfolg. Der Nerv wird befreit. Die tiefen Muskeln entspannen sich richtig. Und die Wirbel bleiben an Ort und Stelle, weil nichts mehr daran zieht.
Das Problem
Der Nachteil: Du brauchst ein Rezept vom Arzt und musst auf einen Termin warten. Dann gehst du zwei bis drei Mal pro Woche über mehrere Monate hin. Das sind 24 bis 36 Termine, bis du stabile Besserung hast. Die meisten geben nach ein paar Wochen auf, weil es zu umständlich ist. Und dann kommen die Schmerzen wieder.