Chronische Nackenschmerzen sind nicht einfach Schmerzen. Sie sind gefangener Abfall im Gewebe. Und niemand sagt es dir.
Jedes Mal wenn der Schmerz in deinem Nacken aufflammt, sind die kleinen Blutgefäße im tiefen Gewebe zusammengezogen.
Das Blut kommt nicht rein. Der Abfall kommt nicht raus. Er sitzt einfach da und drückt auf die Nerven.
Das ist der dumpfe Druck. Das ist das Ziehen um halb drei nachts. Das ist der steife Nacken am Morgen.
Das Robert Koch Institut hat Daten veröffentlicht. 45% aller Deutschen leiden unter Nackenschmerzen. Frauen doppelt so häufig wie Männer.
Und die meisten werden von Jahr zu Jahr schlechter, weil die Standardbehandlung das eigentliche Problem nicht angeht.
Einfach gesagt: Solange der Abfall im Gewebe bleibt, bleibt der Schmerz. Egal wie viele Übungen du machst.
Deshalb saß meine Patientin Sandra drei Jahre lang und schaute zu, wie ihr Leben kleiner wurde.
Warum sie aufgehört hatte, Yoga zu machen. Bestimmte Bewegungen setzten ihren Nacken tagelang außer Gefecht.
Warum sie den Geburtstag ihrer besten Freundin verpasste. Sie wusste nicht, ob der Schmerz mitten im Restaurant kommen würde.
Warum sie abends nicht mehr mit ihrer Tochter auf dem Sofa kuschelte. Jede falsche Bewegung. Sofort der Schmerz.
Sandra wusste das nicht, als sie das erste Mal zu mir kam. Sie war 42 Jahre alt. Projektmanagerin aus Köln. Sie hatte seit Monaten nachts auf dem Sofa geschlafen.
Ein Wärmekissen im Nacken.
Sie hatte fast 1.900 Euro ausgegeben. Für alles, was ihr empfohlen worden war.
Physio. Neun Wochen Wartezeit.
Private Praxis. 80 Euro pro Sitzung, zweimal die Woche.
Wärmepads. Drei verschiedene Marken.
Ibuprofen. Voltaren. Magnesium. Ein Buch über Ingwertee.
Nichts wirkte.